Wenn sich Arbeit und Thesis ergänzen, wird beides leichter – über Gründer, Zoll und Unternehmensentwicklung

Von Valeria Herrlein | 29. April 2020 | 3 Minuten Lesezeit

Gründer, Entrepreneurs, Unternehmer, Erfinder – was macht sie besonders?

Es heißt häufig, dass Gründer einfach ein Gespür haben oder die richtige Idee zur richtigen Zeit hatten. Reicht es aus, eine Idee zu haben?

Muss man nicht ein fachliches Genie sein? Die Idee perfektionieren, bis sie in allen Lebenslagen einsatzbereit ist? Disruptive Produkte oder Dienstleistungen entwickeln, die die Wirtschaft in ihren Grundfesten erschüttern und verändern werden?

Und wenn ich das alles gemacht habe, reicht das aus? Wie viel Leidenschaft brauche ich?

Wenn man hundert Menschen nach ihrem Verständnis von „Gründer“ oder „Entrepreneur“ fragt, wird man ungefähr genauso viele Antworten bekommen. Der gemeinsame Nenner: Jemand, der ein Unternehmen gründet. Wer ist dieser Jemand und was macht ihn aus? War er schon immer so? Was macht Gründer so besonders?

Mit Fragen über Fragen wollen wir in diesen Blog starten und Gründer ergründen.

 

Entrepreneurship scheint mich magisch anzuziehen

Alles begann in Mexiko. Dort habe ich ein Auslandsjahr an der Tec de Monterrey verbracht. Ich habe den Kurs „Entrepreneurship and Leadership“ belegt. Hier haben wir alle Unternehmensbildungsprozesse durchlaufen: Mit Kreativitätstechniken wie Design Thinking und der Erstellung einer Empathy Map begannen wir mit der Produktfindung. Anschließend führten wir eine Marktanalyse durch und lernten das Business Canvas Modell kennen. Gegen Ende gab es einen Pitch, bei dem wir unser Produkt im Wettbewerb vor einer Jury vorgestellt haben.

Letztendlich stand unser Produkt „EDD“ (Easy Dish Dryer) fest. Was mich fasziniert hat: In Mexiko muss jede/r Student/in unabhängig vom Fachbereich den Entrepreneurship-Kurs durchlaufen. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Studierenden möglichst früh mit dem Gedanken der eigenen Selbstständigkeit vertraut zu machen.

 

Entrepreneur – Gründen Frauen anders?

Parallel zu diesem Kurs wurde ich von unserer Professorin für den wissenschaftlichen Contest zu meiner Studienarbeit über „Women in Entrepreneurship“ ausgesucht. Dabei habe ich herausgefunden, dass Frauen risikoaverser sind: Sie neigen dazu, kleinere Unternehmen zu gründen als Männer. Frauen gründen also tatsächlich anders als Männer. Das hat auch die Hochschule Esslingen erkannt, die seit 2019 explizit „Women Startup Nights“ anbietet. Damit bekommen Frauen eine Plattform, über ihre Erfahrungen als Gründerinnen zu berichten und sich mit anderen Gründerinnen auszutauschen.

 

Wie komme ich von Entrepreneurship in Mexiko zu Zoll und Grenzlotsen?

So langsam ist es an der Zeit mich vorzustellen: Mein Name ist Valeria Herrlein und ich studiere Wirtschaftspsychologie an der Hochschule für Technik Stuttgart. Meine Schwerpunkte sind Human Resources, Marktforschung und Consulting. Im Rahmen dieses Studiums konnte ich zwei Semester in Mexiko studieren. Momentan befinde ich mich in meiner letzten Ausbildungsphase und schreibe meine Bachelorthesis über das Thema „Entrepreneurship Education“. Ich entwickle ein Kompetenzprofil, das Unternehmensgründern echten Mehrwert bietet. Es ist die Antwort auf die Frage, welche Kompetenzen zu einer erfolgreichen Unternehmensgründung beitragen.

Das Unternehmen hatte vom ersten Tag der Vorstellung an bis heute eine besondere Wirkung auf mich. Ich bin froh, weil ich sehr viel lernen kann. Es ist in allen Zügen absolut authentisch und echt. Janine Lampprecht, Gründerin und Geschäftsführerin handelt nach dem Prinzip „Stärken stärken“ und möchte die Mitarbeiter in den Bereichen einsetzen, in denen ihre Stärken liegen. Es ist wirklich geplant zu schauen, wo die Interessen und Stärken der einzelnen Mitarbeiter liegen und wie man diese fördern und ausbauen kann. Janine hat mir schon in der frühen Phase gesagt, dass meine Stärken in der Kreativität und konzeptionellen Ausfertigung von Produktideen liegen. In dem Stil, wie Förderung und Entwicklung bei Grenzlotsen stattfindet, findet man dies nicht überall. Janine hat zudem ein gutes Gespür für die Stimmungen ihrer Mitarbeiter/innen.

Und was haben Zoll und Gründertum nun gemeinsam?

 

Bei Grenzlotsen geht es in Zukunft um „harte“ und „weiche“ Grenzen

Aktuell befasse ich mich bei Grenzlotsen mit einem neuen Tätigkeitsfeld rund um das Thema „Unternehmertum“. Wir wollen Gründer/innen bei dem Start in die Selbstständigkeit unterstützen und ihnen Mut machen. Denken ohne Grenzen – dann ist alles möglich.

Wenn Ihr mehr über Valerias Arbeit erfahren wollt und Euch das Gründer-Thema auch interessiert, dann registriert Euch für unseren Newsletter und wir halten Euch mit wertvollen Tipps auf dem Laufenden!



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