{"id":3388,"date":"2024-10-30T21:15:33","date_gmt":"2024-10-30T20:15:33","guid":{"rendered":"https:\/\/nw.grenzlotsen.de\/?post_type=wiki&#038;p=3388"},"modified":"2025-04-03T07:47:48","modified_gmt":"2025-04-03T05:47:48","slug":"zoll-usa","status":"publish","type":"wiki","link":"https:\/\/www.grenzlotsen.de\/en\/wiki\/zoll-usa\/","title":{"rendered":"USA: Zoll"},"content":{"rendered":"<!DOCTYPE html PUBLIC \"-\/\/W3C\/\/DTD HTML 4.0 Transitional\/\/EN\" \"http:\/\/www.w3.org\/TR\/REC-html40\/loose.dtd\">\n<html><body><p><strong>&#128073; Sind Deine Zollprozesse fit f&uuml;r den US-Markt?<\/strong><\/p>\n<p>In unseren Zollaudits analysieren deine Abl&auml;ufe, decken Risiken auf und entwickeln Ma&szlig;nahmen, um dein Unternehmen optimal auf den Handel mit den USA vorzubereiten.<\/p>\n<p><a href=\"https:\/\/calendly.com\/grenzlotsen\/erstgespraech\">Buche jetzt Dein kostenloses Erstgespr&auml;ch!<\/a><\/p>\n<h2 id=\"waren-import-grundsatzliches\">Waren-Import &ndash; Grunds&auml;tzliches<\/h2>\n<p>Firmen, die Waren in die USA einf&uuml;hren, m&uuml;ssen eine Registrierung bei der Zollbeh&ouml;rde vornehmen. &Uuml;ber die Zollvorschriften der USA kann man sich im United States Code in Abschnitt 19 informieren.<\/p>\n<p><strong>F&uuml;r die Vorschriften sind folgende Beh&ouml;rden zust&auml;ndig:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li data-start=\"1367\" data-end=\"1474\"><strong data-start=\"1369\" data-end=\"1413\">U.S. Customs and Border Protection (CBP)<\/strong> &ndash; Zollbeh&ouml;rde, untersteht dem Ministerium f&uuml;r Heimatschutz<\/li>\n<li data-start=\"1475\" data-end=\"1570\"><strong data-start=\"1477\" data-end=\"1527\">U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE)<\/strong> &ndash; Einwanderungs- und Zollvollzugsbeh&ouml;rde<\/li>\n<li data-start=\"1571\" data-end=\"1625\"><strong data-start=\"1573\" data-end=\"1603\">Department of the Treasury<\/strong> &ndash; Finanzministerium<\/li>\n<li data-start=\"1626\" data-end=\"1713\"><strong data-start=\"1628\" data-end=\"1684\">United States International Trade Commission (USITC)<\/strong> &ndash; &Uuml;berwacht Handelspolitik<\/li>\n<li data-start=\"1714\" data-end=\"1783\"><strong data-start=\"1716\" data-end=\"1760\">International Trade Administration (ITA)<\/strong> &ndash; Handelsministerium<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Wer Waren in die USA einf&uuml;hren m&ouml;chte, ben&ouml;tigt eine Identifikationsnummer. Im Rahmen der ersten Wareneinfuhr (formal entry) muss die Nummer der Zollbeh&ouml;rde mitgeteilt oder neu beantragt werden. Hierf&uuml;r ist der Zollvordruck 5106 zu verwenden. Wurde die Nummer bereits zugewiesen, ist diese im Vordruck anzugeben. Alternativ ist die Angabe der Sozialversicherungsnummer (Social Security Number) m&ouml;glich. Dies gilt f&uuml;r Firmen, die ihren Sitz in den USA haben oder dort steuerlich gef&uuml;hrt werden.<\/p>\n<p><strong>Praxis-Tipp:<\/strong>&nbsp;Wer &uuml;ber keine der beiden Nummern verf&uuml;gt, vermerkt im Vordruck &bdquo;non-resident-importer&ldquo; und bekommt als nicht ans&auml;ssiges Unternehmen eine Identifikationsnummer zugeteilt. Diese bleibt f&uuml;r alle zuk&uuml;nftigen Importe g&uuml;ltig.<\/p>\n<p><strong data-start=\"2263\" data-end=\"2275\">Wichtig:<\/strong> Gerade bei h&auml;ufigen Importen lohnt es sich, innerhalb eines <a href=\"https:\/\/zollberatung.grenzlotsen.de\/zollaudit\">Audits<\/a> eine gezielte Analyse der Warengruppen und Ursprungsangaben durchzuf&uuml;hren, um in der Zukunft unn&ouml;tige Kosten zu vermeiden.<\/p>\n<h2 id=\"zollagenten-fur-us-importeure\">Zollagenten f&uuml;r US-Importeure<\/h2>\n<p>Bei US-Importen werden h&auml;ufig Zollagenten bestimmt. Diese wickeln die Zollformalit&auml;ten ab und arbeiten dabei mit einer vom Importeur ausgestellten Vollmacht. Die US-Zollbeh&ouml;rde empfiehlt US-Importeuren, ab einem Warenwert, der 2.500 US-Dollar &uuml;bersteigt, Wareneinfuhren durch einen Zollagenten abwickeln zu lassen. Dies garantiert eine z&uuml;gigere Warenabfertigung und Entrichtung der Einfuhrabgaben.<\/p>\n<p>Wird der Zollagent in seiner Rolle als Hauptimporteur (&bdquo;importer of record&ldquo;) aktiv, werden auch alle Formalit&auml;ten, die sich auf&nbsp; die bei der Wareneinfuhr zu leistenden B&uuml;rgschaft (customs bond continous bond) beziehen, &uuml;bernommen.<\/p>\n<p><strong>Wichtig:<\/strong> Zollagenten sollten sorgf&auml;ltig ausgew&auml;hlt werden. Dies ist besonders dann der Fall, wenn die Importwaren an die Vorschriften weiterer Bundesbeh&ouml;rden gebunden sind.<\/p>\n<h2 id=\"zollpartnerschaftsprogramme-fur-sicherheit-an-den-zollgrenzen\">Zollpartnerschaftsprogramme f&uuml;r Sicherheit an den Zollgrenzen<\/h2>\n<p>Um die Sicherheit an den Zollgrenzen zu verbessern, ist das Zollpartnerschaftsprogramm C-TPAT in Kraft. Weiterhin existieren verschiedene Voranmeldepflichten.<\/p>\n<h3>Zollpartnerschaftsabkommen C-TPAT<\/h3>\n<p>Die Zielsetzung des Zollpartnerschaftsabkommens (Customs-Trade Partnership against Terrorism) besteht darin, Warenimporte in die USA im Hinblick auf die Sicherheit mit einem Mindeststandard auszur&uuml;sten. Das Programm wurde unmittelbar nach den Anschl&auml;gen vom 11. September 2001 verabschiedet. Wer sich dem Programm anschlie&szlig;t, geht auf freiwilliger Basis die Verpflichtung ein, Sicherheitsstandards innerhalb der Lieferkette einzuhalten.<\/p>\n<p>Dem Programm haben sich mittlerweile etwa 11.400 Teilnehmer angeschlossen. C-TPAT ist bislang nur f&uuml;r den Import von Waren zust&auml;ndig. In Europa existiert ein Pedant zum Authorized Economic Operator (AEO). Dieser sieht die Absicherung der vollst&auml;ndigen Lieferkette vor. Die gegenseitige Anerkennung beider Programme ist seit dem Jahre 2013 wirksam.<\/p>\n<p><strong>Wichtig:<\/strong>&nbsp;Die G&uuml;ltigkeit der gegenseitigen Anerkennung bezieht sich nur auf Firmen in Europa, die im Besitz des AEO-Status mit Sicherheitskomponente sind. US-Unternehmen m&uuml;ssen im Gegenzug &uuml;ber die C-TPAT Ebenen II und III verf&uuml;gen.<\/p>\n<h2 id=\"voranmeldung-von-warenimporten\">Voranmeldung von Warenimporten<\/h2>\n<p data-start=\"4006\" data-end=\"4166\">Importeure m&uuml;ssen <strong data-start=\"4024\" data-end=\"4097\">bestimmte Daten elektronisch vorab an die US-Zollbeh&ouml;rden &uuml;bermitteln<\/strong>. Dies gilt insbesondere f&uuml;r Seefrachtsendungen (<strong data-start=\"4146\" data-end=\"4162\">24-Hour Rule<\/strong>).<\/p>\n<p data-start=\"4168\" data-end=\"4469\">Die korrekte Stammdatenpflege ist essenziell, um Verz&ouml;gerungen oder sogar Ablehnungen durch den US-Zoll zu vermeiden. Eine ungenaue oder fehlende Angabe des <strong data-start=\"4325\" data-end=\"4369\">Ursprungslandes oder der Zolltarifnummer<\/strong> kann dazu f&uuml;hren, dass Einfuhren <strong data-start=\"4403\" data-end=\"4459\">falsch verzollt oder mit zus&auml;tzlichen Abgaben belegt<\/strong> werden.<\/p>\n<p data-start=\"4471\" data-end=\"4703\"><strong data-start=\"4471\" data-end=\"4480\">Praxis-Tipp:<\/strong> Die regelm&auml;&szlig;ige &Uuml;berpr&uuml;fung von Stammdaten wie Zolltarifnummern und dem handelsrechtlichen Ursprung hilft Unternehmen, unn&ouml;tige Z&ouml;lle zu vermeiden. Der Aufwand lohnt sich &ndash; oft mit sp&uuml;rbaren Einsparungen in k&uuml;rzester Zeit &ndash; <a href=\"\/unternehmen\/erfolgsgeschichten\/zuverlaessig-ohne-anti-dumping-zoelle-importieren-dank-verbindlicher-zolltarifauskunft\/\">wie ein Beispiel eines unserer Kunden zeigt<\/a>.<\/p>\n<h3>Elektronische Daten&uuml;bermittlung<\/h3>\n<p>Unabh&auml;ngig von den Vorgaben der eben beschriebenen 24-Hour-Rule m&uuml;ssen Importeure und Spediteure, bevor die Container f&uuml;r den US-Import verladen werden, der Zollbeh&ouml;rde verschiedene Daten elektronisch &uuml;bermitteln.<\/p>\n<p>Diese Ma&szlig;nahme soll die Waffeneinfuhr verhindern und bleibt auf Seefrachten begrenzt.<\/p>\n<p><strong>Folgende Daten m&uuml;ssen &uuml;bermittelt werden:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Identifikationsnummer vom Hauptimporteur = Importer of Record<\/li>\n<li>Identifikationsnummer des Empf&auml;ngers der Waren in den USA = Konsignatar-consignee<\/li>\n<li>Warenverk&auml;ufer = seller<\/li>\n<li>Warenk&auml;ufer = buyer<\/li>\n<li>Hersteller oder Lieferant = manufacturer\/supplier<\/li>\n<li>Unternehmen, welches die Waren in den USA in Empfang nimmt = ship to party<\/li>\n<li>Ursprungsland = country of origin<\/li>\n<li>HS-Codenummer oder Unterposition US-Zolltarif = commodity HTSUS number<\/li>\n<li>Verladeort der Container = container stuffing location<\/li>\n<li>Verfrachter = consolidator<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Alle genannten Datenelemente, ausgenommen der Verladeort der Container und der Verfrachter, sind 24 Stunden bevor mit der Verladung der Container begonnen wird, der Zollbeh&ouml;rde mitzuteilen. Die beiden &uuml;brigen Angaben sind sp&auml;testens 24 Stunden vor Warenankunft in den USA nachzureichen.<\/p>\n<p>Die korrekte und zeitnahe Daten&uuml;bermittlung liegt im Ermessen des Importeurs. Als Importeur wird bezeichnet, wer die Wareneinfuhr veranlasst hat.<\/p>\n<p>Dabei kann es sich um folgende Personen handeln:<\/p>\n<ul>\n<li>Eigent&uuml;mer<\/li>\n<li>K&auml;ufer<\/li>\n<li>Empf&auml;nger<\/li>\n<li>Zollagent<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Besitzt die Lieferbedingung DDP G&uuml;ltigkeit, haften auch Exporteure in Deutschland f&uuml;r die &Uuml;bermittlung der Daten und m&uuml;ssen f&uuml;r die Kosten aufkommen, da in diesen Lieferbedingungen (geliefert verzollt gem&auml;&szlig; Incoterms 2020&reg;) die Importfreimachung inkludiert ist.<\/p>\n<p>Auch Seespediteure sind in der Pflicht, der US-Zollbeh&ouml;rde weitere Daten mitzuteilen. Zus&auml;tzlich zu den geforderten Angaben der 24-Hour-Rule z&auml;hlen die Beladungspl&auml;ne der Schiffe oder der aktuelle Transportstatus dazu. Die &Uuml;bermittlung hat sp&auml;testens 24 Stunden bevor die Seefracht im US-Zielhafen eintrifft zu erfolgen.<\/p>\n<h2 id=\"besondere-zollverfahren-fur-den-handel-mit-den-usa\">Besondere Zollverfahren f&uuml;r den Handel mit den USA<\/h2>\n<p>F&uuml;r Waren, die noch nicht abgefertigt wurden oder nur vor&uuml;bergehend im Zollgebiet verbleiben, existieren, neben der &Uuml;berlassung zum freien Verkehr, weitere Zollverfahren.<\/p>\n<h3>Zollgutversand<\/h3>\n<p>Waren m&uuml;ssen nicht zwingend am Einfuhrort abgefertigt werden. Der Zollgutversand erm&ouml;glicht die Abwicklung der Zollverfahren auch an anderen landesweiten Zollstellen (Ports of Entry). Der Zollgutversand kann auch innerhalb des gebundenen Verkehrs zwischen verschiedenen Zolllagern erfolgen.<\/p>\n<h3>Lagerung von Zollgut<\/h3>\n<p>Waren d&uuml;rfen unverzollt in Zollgutlagern aufbewahrt werden. Es lassen sich zehn verschiedene Lagerarten unterscheiden.<\/p>\n<p>Zu den h&auml;ufigsten Bonded Warehouses z&auml;hlen:<\/p>\n<ul>\n<li>&ouml;ffentliche Zolllager (class 3 Warehouses)<\/li>\n<li>private Zolllager (class 2 Warehouses)<\/li>\n<li>Verarbeitungslager (class 6 Warehouses)<\/li>\n<li>Duty-Free-Shops (class 9 Warehouses)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die Waren k&ouml;nnen maximal f&uuml;nf Jahre in Zollgutlagern verbleiben. Wurden die Einfuhrabgaben und die f&uuml;r den Verbleib im Zolllager f&auml;lligen Geb&uuml;hren entrichtet, k&ouml;nnen die Waren in den freien Verkehr &uuml;bergehen. Wurden keine Einfuhrabgaben bezahlt, ist die Bef&ouml;rderung in ein anderes Zolllager m&ouml;glich.<\/p>\n<h3>Vor&uuml;bergehende Einfuhr von Waren<\/h3>\n<p>Werden Waren zollfrei in die USA eingef&uuml;hrt, um vor&uuml;bergehend gebraucht zu werden, sind diese sp&auml;testens nach drei Jahren wieder auszuf&uuml;hren, Die Abwicklung dieses Zollverfahren ist mit Sicherheiten verbunden, welche bei erfolgter Ausfuhr zur&uuml;ckerstattet werden.<\/p>\n<p>Das Verfahren kommt bei folgenden Waren zur Anwendung:<\/p>\n<ul>\n<li>Ausstellungsst&uuml;cke<\/li>\n<li>Waren, die einer Reparatur unterzogen werden sollen<\/li>\n<li>Warenmuster<\/li>\n<li>Ger&auml;te und Apparaturen, die zur Montage gebraucht werden<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>Carnet ATA<\/h4>\n<p>F&uuml;r die vor&uuml;bergehende Einfuhr von G&uuml;tern zu Berufszwecken, Werbematerial oder Warenmustern akzeptieren die USA das Carnet ATA. Das Carnet ATA kann in Deutschland von den zust&auml;ndigen Industrie- und Handelskammern ausgestellt werden. Die Erstellung ist kostenpflichtig und hat in englischer Sprache zu erfolgen.<\/p>\n<p><strong>Wichtig:<\/strong>&nbsp;Die Abfertigung von Lebensmitteln, Agrarprodukten und anderen Verbrauchsg&uuml;tern ist nicht im Rahmen des Carnet ATA m&ouml;glich.<\/p>\n<p>Von diesem Verfahren ausgeschlossen sind auch m&ouml;gliche Ausbesserungen oder Veredelungen der Waren. L&auml;uft die Frist des Carnet ATA ab, d&uuml;rfen die G&uuml;ter nicht in den USA verbleiben und dort ver&auml;u&szlig;ert werden. Die US-Zollbeh&ouml;rde schaut genau darauf, dass die Waren im Carnet ATA nur vor&uuml;bergehend eingef&uuml;hrt und nach dem Zweck ihrer Nutzung wieder ausgef&uuml;hrt werden. Bei Zuwiderhandlungen drohen hohe Strafen. Diese werden vom B&uuml;rgschaftsgeber erhoben.<\/p>\n<h4>Zollfreiheit bei Warenmustern<\/h4>\n<p>Warenmuster, die f&uuml;r Warenbestellungen verwendet werden, k&ouml;nnen bis zu drei Jahre zollfrei eingef&uuml;hrt werden. Zollfreiheit wird f&uuml;r Musterwaren nur erlaubt, wenn sich die Waren in einem eingerissenen oder durchl&ouml;cherten Zustand befinden und sich augenscheinlich nicht verkaufen oder anderweitig nutzen lassen. Warenmuster dienen ausschlie&szlig;lich der Bestellaufnahme ausl&auml;ndischer Erzeugnisse.<\/p>\n<h2 id=\"freizonen-bringen-erleichterungen\">Freizonen bringen Erleichterungen<\/h2>\n<p>Als Foreign-Trade Zones (FTZ) werden Gebiete bezeichnet, die vom eigentlichen Zoll-Territorium ausgeschlossen sind und der F&ouml;rderung der Au&szlig;enhandelsbeziehung dienen sollen. In der Regel werden FTZs unweit von Zolleinfuhrorten eingerichtet. In den Freizonen herrschen vereinfachte Zollbestimmungen, welche wirtschaftlich Vorteile versprechen und dazu dienen, neue M&auml;rkte zu erschlie&szlig;en.<\/p>\n<p>F&uuml;r Waren, die in eine FTZ verbracht werden, wird keine formelle Zollabfertigung notwendig. Es m&uuml;ssen weder Z&ouml;lle noch Steuern gezahlt werden. Die Waren d&uuml;rfen in der FTZ lagern, ausgestellt oder be- und verarbeitet werden. Auch eine Wiederausfuhr ist m&ouml;glich.<\/p>\n<p>Ausl&auml;ndische Firmen k&ouml;nnen im Falle der Beauftragung schneller reagieren und die Waren aus der Freizone z&uuml;gig an US-Kunden ausliefern. Die vereinfachte zolltechnische Abfertigung in den Freizonen l&auml;sst die Produktionskosten sinken und Unternehmen aus dem Ausland bleiben gegen&uuml;ber US-Firmen wettbewerbsf&auml;higer.<\/p>\n<p>Zeit und Kosten k&ouml;nnen beispielsweise eingespart werden, wenn Unternehmen oder beauftragte Zollagenten das &bdquo;Weekly Entry Filing&ldquo; nutzen. Die Bearbeitung von Warensendungen erfolgt dann geb&uuml;ndelt, einmal w&ouml;chentlich.<\/p>\n<p>Wer Waren in eine Freizone verbringen m&ouml;chte, muss einen Antrag stellen. Der f&uuml;r den Zollamtsbezirk zust&auml;ndige Port Director vergibt bei Wareneingang einen bestimmten Status:<\/p>\n<ul>\n<li>privileged foreign status<\/li>\n<li>non-privileged foreign status<\/li>\n<li>domestic status<\/li>\n<li>zone-restricted status<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Die H&ouml;he des Einfuhrzolls in das US-Zollgebiet wird anhand dieser Einstufung bestimmt. In den USA existieren zirka 300 Freizonen in unterschiedlichen Bundesstaaten. Am h&auml;ufigsten werden die Freizonen von Textilunternehmen, Automobilherstellern, Elektronikkonzernen oder Unternehmen der Pharmabranche genutzt.<\/p>\n<h2 id=\"notwendige-warenbegleitpapiere-bei-der-zollabfertigung-in-den-usa\">Notwendige Warenbegleitpapiere bei der Zollabfertigung in den USA<\/h2>\n<p>Sollen Waren in die USA eingef&uuml;hrt werden, m&uuml;ssen der Importeur oder der beauftragte Zollagent folgende Dokumente vorweisen k&ouml;nnen:<\/p>\n<ul>\n<li>Eingangsdeklaration (Papierform = Zollvordruck 3461 oder elektronische Version)<\/li>\n<li>Zollantrag (Papierform = Zollvordruck 7501 oder elektronische Version)<\/li>\n<li>Transportnachweis (abh&auml;ngig von der Abfertigungsart)<\/li>\n<li>Packliste (in englischer Sprache)<\/li>\n<li>B&uuml;rgschaftsdokument Handelsrechnung (in englischer Sprache)<\/li>\n<li>weitere Dokumente (Einfuhrlizenzen, Ursprungszeugnis, Gesundheitszeugnis)<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"die-einfuhrgebuhren-im-einzelnen\">Die Einfuhrgeb&uuml;hren im Einzelnen<\/h2>\n<p>F&uuml;r ihre Dienstleistungen stellen Beh&ouml;rden und Zollagenten bei der Wareneinfuhr in die USA Geb&uuml;hren in Rechnung.<\/p>\n<h3>Zollabfertigungsgeb&uuml;hr<\/h3>\n<p>Die Abfertigung von Waren ist mit der Erhebung von Zollabfertigungsgeb&uuml;hren verbunden. Liegt der Warenwert &uuml;ber 2.500 US-Dollar, werden 0,3464 Prozent des Zollwertes f&auml;llig. Im Haushaltsjahr 2023 wurden 29,66 US-Dollar als Mindestgeb&uuml;hr f&auml;llig. Die maximale Erhebung von Zollabfertigungsgeb&uuml;hren belief sich auf 575,35 US-Dollar. F&uuml;r die manuelle Eingabe von Daten werden 3,56 US-Dollar Zusatzgeb&uuml;hren abverlangt. Im Oktober 2023 wurden die Geb&uuml;hren angehoben. Im Haushaltsjahr 2024 sind mindestens 31,67 und maximal 614,35 US-Dollar zu zahlen.<\/p>\n<p>Bel&auml;uft sich der Wert der Waren auf weniger als 2.500 US-Dollar, erfolgt die Abfertigung als &bdquo;informal entries&ldquo;. Die Grundlage bildet die vorgelegte Rechnung. Bei elektronischer Eingabe waren 2023 hierf&uuml;r 2,37 US-Dollar zu zahlen. Bei der manuellen Dateneingabe wurden 10,68 US-Dollar abverlangt. Die Kosten sind im neuen Haushaltsjahr ebenfalls gestiegen.<\/p>\n<h3>Hafeninstandhaltungsgeb&uuml;hren<\/h3>\n<p>Werden G&uuml;ter &uuml;ber den Seeweg bef&ouml;rdert, werden 0,125 Prozent des Warenwertes an Hafeninstandhaltungsgeb&uuml;hren (Harbor Maintenance Fees) abverlangt.<\/p>\n<h3>Zollagentengeb&uuml;hr<\/h3>\n<p>Wird ein Zollagent beauftragt, wird dieser f&uuml;r seine Leistungen ebenfalls eine Rechnung ausstellen. Die Kosten k&ouml;nnen variieren und sollten im Vorfeld in Erfahrung gebracht werden.<\/p>\n<h2 id=\"marktzugangsvoraussetzungen\">Marktzugangsvoraussetzungen<\/h2>\n<p>Bei verschiedenen Waren werden Vorgaben f&uuml;r den Marktzugang erteilt. Dazu z&auml;hlen Nahrungsmittel, Spielzeug, Arzneimittel oder medizinische Ger&auml;tschaften. Die Einhaltung der Vorgaben wird von verschiedenen Bundesbeh&ouml;rden &uuml;berwacht.<\/p>\n<p>Folgende Einfuhrbeschr&auml;nkungen m&uuml;ssen beachtet werden, ansonsten ist die Einfuhr in das Zollgebiet wie auch der Vertrieb der Waren in den USA nicht erlaubt.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Alkoholische Getr&auml;nke:<\/strong>&nbsp;Importeure m&uuml;ssen eine Einfuhrgenehmigung besitzen und sich als zugelassener Importeur registrieren lassen (Alcohol Dealer Registration). Weiterhin sind die Kennzeichnungspflichten zu beachten. Eine Zertifizierung von TTB ist notwendig.<\/li>\n<li><strong>Kraftfahrzeuge:<\/strong>&nbsp;Zugelassen sind nur Fahrzeuge, die den in den USA geltenden Sicherheitsstandards und Emissionsvorschriften entsprechen. Fahrzeuge einf&uuml;hren und umr&uuml;sten d&uuml;rfen nur Importeure, die eine EPA-Registrierung besitzen (Environmental Protection Agency).<\/li>\n<li><strong>Arzneimittel:<\/strong>&nbsp;Hier sind umfangreiche Vorgaben hinsichtlich der Beschriftung, Zulassung und Registrierung zu beachten. Dies trifft auch auf Kosmetik, Lebensmittel oder Tierfutter zu. Die Einhaltung der Vorschriften wird von der Food and Drug Administration (FDA) &uuml;berwacht.<\/li>\n<li><strong>Spielzeug:<\/strong>&nbsp;Bei Spielzeugen und weiteren Konsumg&uuml;tern sind die Verordnungen hinsichtlich der Produktsicherheit zu beachten. Insbesondere gelten die Regelungen des Consumer Product Safety Improvement Act (CPSIA).<\/li>\n<li><strong>Textilien:<\/strong>&nbsp;Textilprodukte m&uuml;ssen nach bestimmten Vorgaben etikettiert werden. Wichtig ist der MID-Code. Der mehrstellige Code dient der Identifizierung des Originalherstellers. Der Firmennamen und die Adresse des Herstellers sind Teil dieses mehrstelligen Codes.<\/li>\n<li><strong>Waffen:<\/strong>&nbsp;F&uuml;r Waffen, Munition und Sprengstoffe wird eine Einfuhrlizenz des ATF (Bureau of Alcohol, Tobacco, Firearms and Explosives) ben&ouml;tigt. F&uuml;r Importeure von auf der U.S. Munitions-Import-List aufgef&uuml;hrten Waffen, Waffenteilen oder Munitionen wird die Registrierung vom ATF notwendig.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"einfuhrverbote-in-die-usa\">Einfuhrverbote in die USA<\/h2>\n<p>Die USA erlassen f&uuml;r verschiedene Waren Einfuhrverbote. Dazu z&auml;hlen Waffen und Produktf&auml;lschungen. F&uuml;r Waren aus China kann die Zollbeh&ouml;rde unter Umst&auml;nden die Einfuhr verweigern.<\/p>\n<p>Einfuhrverbote bestehen f&uuml;r folgende Waren:<\/p>\n<ul>\n<li>F&auml;lschungen von M&uuml;nzen<\/li>\n<li>Springmesser und &auml;hnliche Messer<\/li>\n<li>Streichh&ouml;lzer mit wei&szlig;en Phosphork&ouml;pfen<\/li>\n<li>Felle von Robben und Seeottern (wissenschaftliche Zwecke ausgenommen)<\/li>\n<li>Filme mit unmoralischen oder obsz&ouml;nen Inhalten<\/li>\n<li>Rohdiamanten, die nicht bestimmten Vorgaben entsprechen<\/li>\n<li>pr&auml;kolumbische Kunst, die nach dem 1. Juni 1973 exportiert wurde<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 id=\"die-folgen-mangelnder-verzollung\">Die Folgen mangelnder Verzollung<\/h2>\n<p>Z&ouml;lle werden rechtlich wie Steuern behandelt. Zollhinterziehungen kommen damit Steuerhinterziehungen gleich. Wer mit unverzollten Waren aus den USA erwischt wird, muss die Waren verzollen und denselben Betrag nochmals als Zollzuschlag zahlen. Dies gilt f&uuml;r Waren, deren Summe 250 Euro nicht &uuml;bersteigt. Wird der Freibetrag abgezogen und der Warenwert liegt &uuml;ber 700 Euro, wird in der Regel ein Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung eingeleitet. Wer seine Waren nicht ordnungsgem&auml;&szlig; verzollt, muss mit einer Geldstrafe zwischen f&uuml;nf und 360 Tagess&auml;tzen rechnen.<\/p>\n<h2 id=\"so-vermeidest-du-unnotige-kosten-oder-verzogerungen-im-us-handel\">So vermeidest du unn&ouml;tige Kosten oder Verz&ouml;gerungen im US-Handel<\/h2>\n<p>Der Handel mit den USA erfordert eine sorgf&auml;ltige Planung und genaue Kenntnis der Vorschriften. Egal, ob dein Unternehmen erstmals in die USA exportiert oder bereits aktiv am Markt ist &ndash; Optimierungspotenzial gibt es fast immer. In unseren <a href=\"https:\/\/zollberatung.grenzlotsen.de\/zollaudit\">Audits<\/a> analysieren wir deine Prozesse und Stammdaten, um Risiken zu minimieren und unn&ouml;tige Kosten zu vermeiden.<\/p>\n<\/body><\/html>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>&#128073; Sind Deine Zollprozesse fit f&uuml;r den US-Markt? In unseren Zollaudits analysieren deine Abl&auml;ufe, decken Risiken auf und entwickeln Ma&szlig;nahmen, um dein Unternehmen optimal auf den Handel mit den USA vorzubereiten. Buche jetzt Dein kostenloses Erstgespr&auml;ch! 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