{"id":3396,"date":"2024-10-30T21:19:53","date_gmt":"2024-10-30T20:19:53","guid":{"rendered":"https:\/\/nw.grenzlotsen.de\/?post_type=wiki&#038;p=3396"},"modified":"2025-04-11T09:59:18","modified_gmt":"2025-04-11T07:59:18","slug":"zollabwicklung","status":"publish","type":"wiki","link":"https:\/\/www.grenzlotsen.de\/en\/wiki\/zollabwicklung\/","title":{"rendered":"Zollabwicklung"},"content":{"rendered":"<!DOCTYPE html PUBLIC \"-\/\/W3C\/\/DTD HTML 4.0 Transitional\/\/EN\" \"http:\/\/www.w3.org\/TR\/REC-html40\/loose.dtd\">\n<html><body><h2 id=\"definition\">Definition<\/h2>\n<p>Der Begriff &bdquo;Zoll&ldquo; ist in Deutschland quasi zweigeteilt. Der Zoll kann die Zollbeh&ouml;rde als Institution beschreiben oder f&uuml;r den Zoll als Steuer und Abgabe stehen. Z&ouml;lle m&uuml;ssen gezahlt werden, wenn Waren oder Dienstleistungen bestimmte Grenzen &uuml;berschreiten. Die meisten Zollgeb&uuml;hren werden beim Import von G&uuml;tern f&auml;llig. Dabei wird von Einfuhrz&ouml;llen gesprochen. Im Grunde ist jeder Zoll eine im Sinne der Abgabenordnung anfallende Steuer, die Zollbeh&ouml;rden im Auftrag des Staates einfordern.<\/p>\n<h2 id=\"aufgaben\">Aufgaben<\/h2>\n<p>Der Aufgabenbereich der Zollverwaltung ist vielschichtig. So ist der deutsche Zoll f&uuml;r den Schutz und die Sicherstellung des EU-weiten Wirtschaftsverkehrs verantwortlich und setzt sich f&uuml;r die Eind&auml;mmung von Schwarzarbeit und grenz&uuml;berschreitenden kriminellen Handlungen ein.<\/p>\n<p>Weitere Aufgaben des Zolls im &Uuml;berblick:<\/p>\n<ul>\n<li>Abwicklung der Importe von Waren und Dienstleistungen<\/li>\n<li>Sorge um Steuergerechtigkeit und Sicherstellung eines fairen Wettbewerbs<\/li>\n<li>Erhebung von Verbrauchssteuern<\/li>\n<li>Verfolgung von Produktpiraterie und Bek&auml;mpfung von Markenf&auml;lschungen<\/li>\n<li>Einsetzen f&uuml;r Verbraucherschutz<\/li>\n<li>Bek&auml;mpfung von Kriminalit&auml;t, Terrorismus, Schmuggel und Geldw&auml;sche<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"arten-von-zollen\">Arten von Z&ouml;llen<\/h2>\n<p>Alle Z&ouml;lle sind Steuerabgaben. Dabei lassen sich verschiedene Arten von Z&ouml;llen unterscheiden:<\/p>\n<ul>\n<li>Ausfuhrz&ouml;lle (Vermeidung von Exporten bei erh&ouml;hten Weltmarktpreisen)<\/li>\n<li>Wertzoll (Berechnung erfolgt anhand des Zollwertes der einzelnen Waren)<\/li>\n<li>Fiskalzoll (Einnahme durch den Staat)<\/li>\n<li>Gewichtszoll (Berechnung anhand der Anzahl und Beschaffenheit der G&uuml;ter)<\/li>\n<li>Vergeltungszoll (Ausgleich der in anderen L&auml;ndern anfallenden Einfuhrbeschr&auml;nkungen)<\/li>\n<li>Schutzzoll (St&auml;rkung des EU-Binnenmarktes gegen&uuml;ber der Konkurrenz aus dem Ausland)<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"wann-greift-das-zollrecht-in-deutschland\">Wann greift das Zollrecht in Deutschland?<\/h2>\n<p>Vom Zollrecht betroffen sind alle Firmen, die in Deutschland Waren importieren oder ausf&uuml;hren. Sobald ein Unternehmen Import oder Export betreibt, greifen die Regelungen des Zollrechts. Dort ist beispielsweise festgeschrieben, welche Waren ein- oder ausgef&uuml;hrt werden d&uuml;rfen und welche Abgaben auf das jeweilige Unternehmen zukommen. Damit sind nicht nur Z&ouml;lle gemeint, es f&auml;llt beispielsweise auch Einfuhrumsatzsteuer an.<\/p>\n<h2 id=\"was-versteht-man-unter-einer-zollabwicklung\">Was versteht man unter einer Zollabwicklung?<\/h2>\n<p>Die Zollabwicklung umschreibt ein zoll- und steuerrechtliches Verfahren, dem Warenimporte und Warenexporte durch die Zollbeh&ouml;rde unterzogen werden. Die Zollabwicklung erfolgt innerhalb des EU-Binnenmarktes in der Regel elektronisch. Die Zollbeamten haben zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob alle aufgef&uuml;hrten Waren und notwendigen Unterlagen vorhanden sind. Nach erfolgter Vorpr&uuml;fung werden die Unterlagen auf ihre Vollst&auml;ndigkeit und G&uuml;ltigkeit &uuml;berpr&uuml;ft. Dem schlie&szlig;t sich eine Warenpr&uuml;fung an. Die Waren k&ouml;nnen dabei stichprobenartig oder auch vollst&auml;ndig im Rahmen einer Zollbeschau kontrolliert werden. Das Ergebnis dieser Pr&uuml;fung muss vorliegen, um die Einfuhrabgaben berechnen zu k&ouml;nnen und die Waren letztlich an den Anmelder zu &uuml;berstellen und f&uuml;r den freien Verkehr zuzulassen.<\/p>\n<h3>Arten der Zollabwicklung<\/h3>\n<p>Im Rahmen der Zollabwicklung lassen sich G&uuml;ter in verschiedene Zollverfahren &uuml;berf&uuml;hren:<\/p>\n<ul>\n<li>&Uuml;berlassung zum zollrechtlich freien Verkehr<\/li>\n<li>Versandverfahren unter zollamtlicher &Uuml;berwachung<\/li>\n<li>vor&uuml;bergehende Verwendung<\/li>\n<li>Endverwendung<\/li>\n<li>Zolllagerverfahren<\/li>\n<li>Ausfuhrverfahren<\/li>\n<li>aktive Veredlung<\/li>\n<li>passive Veredlung<\/li>\n<li>Truppenverwendung<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h4>&Uuml;berlassung zum zollrechtlich freien Verkehr<\/h4>\n<p>Dieses Verfahren greift, wenn Warenimporte f&uuml;r den Verbleib im Zollgebiet der EU vorgesehen sind. Die &Uuml;berlassung zum zollrechtlich freien Verkehr erscheint im&nbsp;<a href=\"https:\/\/eur-lex.europa.eu\/DE\/legal-content\/summary\/union-customs-code.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Unionszollkodex<\/a>&nbsp;(UZK) an erster Stelle.<\/p>\n<p>Der Verlauf der Zollabfertigung kann im Prinzip auch f&uuml;r andere hier genannte Zollverfahren Anwendung finden und erfolgt in folgenden einzelnen Schritten.<\/p>\n<h5>Aush&auml;ndigung der Zollanmeldung und Vorpr&uuml;fung<\/h5>\n<p>Die Zollstelle nimmt die Zollanmeldung entgegen und hat nun zu &uuml;berpr&uuml;fen, ob die weitere Bearbeitung erfolgen kann und alle Voraussetzungen daf&uuml;r erf&uuml;llt sind.<\/p>\n<p>Dabei wird folgenden Punkten besonderes Augenmerk geschenkt:<\/p>\n<ul>\n<li>Zollanmeldung ist vollst&auml;ndig ausgef&uuml;llt und enth&auml;lt alle notwendigen Angaben.<\/li>\n<li>Alle n&ouml;tigen Unterlagen sind der Anmeldung beigef&uuml;gt.<\/li>\n<li>Waren wurden der Zollstelle &uuml;berf&uuml;hrt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Diese Pr&uuml;fung kann dazu f&uuml;hren, dass die Zollanmeldung nicht angenommen wird. Dies ist der Fall, wenn es Gr&uuml;nde gibt, die sich aus&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/zollvg\/__7.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">&sect; 7 des Zollverwaltungsgesetzes<\/a>&nbsp;ergeben. Das Fehlen von Bewilligungen oder eine &ouml;rtliche Unzust&auml;ndigkeit sind m&ouml;gliche Gr&uuml;nde. Wenn die Vorpr&uuml;fung keine M&auml;ngel erbringt, muss die Zollanmeldung laut&nbsp;<a href=\"https:\/\/freirecht.de\/g\/EU2013VO952:172\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel 172 UZK<\/a>&nbsp;vorbehaltlos angenommen werden.<\/p>\n<h5>&Uuml;berpr&uuml;fung der Zollanmeldung<\/h5>\n<p>Wurde die Zollanmeldung angenommen, folgt die weitere Pr&uuml;fung. Diese konzentriert sich weitgehend auf den Inhalt des Dokumentes.<\/p>\n<p>Die Pr&uuml;fung kann in zwei Schritten erfolgen:<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Papierm&auml;&szlig;ige Pr&uuml;fung:<\/strong>&nbsp;Die Pr&uuml;fung folgt&nbsp;<a href=\"https:\/\/findok.bmf.gv.at\/findok\/volltext(suche:Standardsuche)?segmentId=de9a966f-10b6-497b-a49c-797ddd8625f3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel 188, a und b UZK<\/a>&nbsp;und dient der Sicherstellung der Richtigkeit der einzelnen Angaben und der G&uuml;ltigkeit der beigef&uuml;gten Unterlagen.<\/li>\n<li><strong>K&ouml;rperliche Pr&uuml;fung:<\/strong>&nbsp;Laut&nbsp;<a href=\"https:\/\/findok.bmf.gv.at\/findok\/volltext(suche:Standardsuche)?segmentId=de9a966f-10b6-497b-a49c-797ddd8625f3\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel 188, c und d UZK<\/a>&nbsp;m&uuml;ssen die Waren auch auf ihre Menge und Beschaffenheit hin &uuml;berpr&uuml;ft werden. Eine direkte Warenbeschau ist dabei ebenso m&ouml;glich, wie eine Entnahme von Mustern oder Proben, um diese genauer zu analysieren und zu &uuml;berpr&uuml;fen.<\/li>\n<\/ul>\n<h5>&Uuml;berlassung der Ware<\/h5>\n<p>Sind die Voraussetzungen laut&nbsp;<a href=\"https:\/\/freirecht.de\/g\/EU2013VO952:194\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel 194 UZK<\/a>&nbsp;erf&uuml;llt, wird die Ware dem Anmelder &uuml;berlassen. Ab diesem Zeitpunkt gehen die G&uuml;ter in den zollrechtlich freien Verkehr &uuml;ber. Wenn bei der Annahme der Zollanmeldung eine Zollschuld auftritt, d&uuml;rfen die G&uuml;ter erst dem Anmelder &uuml;berlassen werden, wenn eine Entrichtung der Abgaben erfolgt ist. Dies ist in Artikel&nbsp;<a href=\"https:\/\/freirecht.de\/g\/EU2013VO952:195\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">195 Absatz 1 UZK<\/a> festgeschrieben. Wenn die Waren dem Anmelder &uuml;berlassen werden, &auml;ndert sich deren zollrechtlicher Status: Eine Nicht-Unionware wird zu einer Unionware erkl&auml;rt&nbsp;<a href=\"https:\/\/freirecht.de\/g\/EU2013VO952:201\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">(Artikel 201 Absatz 3 UZK)<\/a>.<\/p>\n<p><strong>Hinweis:<\/strong>&nbsp;Auch wenn die zollamtliche &Uuml;berwachung abgeschlossen ist, d&uuml;rfen laut&nbsp;<a href=\"https:\/\/freirecht.de\/g\/EU2013VO952:48\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel 48 UZK<\/a>&nbsp;weiterhin Zoll- und Au&szlig;enpr&uuml;fungen stattfinden. So sind nachtr&auml;gliche Pr&uuml;fungen, die in den R&auml;umlichkeiten des Beteiligten durchgef&uuml;hrt werden durchaus rechtens.<\/p>\n<h5>Versandverfahren unter zollamtlicher &Uuml;berwachung<\/h5>\n<p>Dieser Punkt trifft zu, wenn G&uuml;ter innerhalb des Zollgebietes &uuml;berf&uuml;hrt werden und dabei unver&auml;ndert bleiben. Sollen Waren im EU-Zollgebiet in den Wirtschaftskreislauf eintreten, m&uuml;ssen die Einfuhrabgaben zum Zeitpunkt des Grenz&uuml;berschritts der Waren entrichtet werden.<\/p>\n<p>In den meisten F&auml;llen bleiben G&uuml;ter nicht am jeweiligen Grenzort, sondern sind f&uuml;r Empf&auml;nger im Binnenland bestimmt. Dieses Verfahren vereinfacht den Prozess und erm&ouml;glicht die Verzollung von Waren an ihrem endg&uuml;ltigen Bestimmungsort.<\/p>\n<h5>Vor&uuml;bergehende Verwendung<\/h5>\n<p>Dieses Verfahren greift, wenn Waren aus Drittl&auml;ndern f&uuml;r einen bestimmten Zweck in das EU-Zollgebiet eingef&uuml;hrt und nach einem bestimmten Zeitraum wieder ausgef&uuml;hrt werden. Das Zollverfahren ist mit einer vollst&auml;ndigen oder teilweisen Befreiung von Einfuhrabgaben verbunden. Die Definition und Vorgehensweise ergeben sich aus&nbsp;<a href=\"https:\/\/freirecht.de\/g\/EU2013VO952:210\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel 210 c des Unionszollkodex<\/a>.<\/p>\n<h5>Endverwendung<\/h5>\n<p>F&uuml;r Nicht-Unions-Waren, die Zollverg&uuml;nstigungen erhalten sollen, muss ein bestimmter Verwendungszweck vorliegen. Die Beg&uuml;nstigungen im Rahmen der Endverwendung lassen sich aus dem Tarif und der im Text der Codenummer vorgeschriebenen Verwendung&nbsp; ableiten.<\/p>\n<p><strong><em>Beispiel:<\/em><\/strong><\/p>\n<ul>\n<li><strong>Ware:<\/strong>&nbsp;Kartoffeln<\/li>\n<li><strong>Codenummer:<\/strong>&nbsp;0701 9010 00 0<\/li>\n<li><strong>Text zur Codenummer:<\/strong>&nbsp;Herstellung von St&auml;rke<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Um in den Genuss der Verg&uuml;nstigungen zu kommen, ist die Bewilligung durch das zust&auml;ndige Hauptzollamt notwendig. Dieser Umstand ergibt sich aus&nbsp;<a href=\"https:\/\/findok.bmf.gv.at\/findok\/volltext?segmentId=a9d750fe-47b3-4c2f-b59f-a325a150aa3a\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel 211 Absatz 1 der EU-Verordnung Nr. 952\/2013 UZK<\/a>.<\/p>\n<p>F&uuml;r die Bewilligung m&uuml;ssen folgende Voraussetzungen erf&uuml;llt sein:<\/p>\n<p>Der Antragsteller muss im Zollgebiet der EU ans&auml;ssig sein. Die Bewilligung kann nur Personen mit Wohnsitz oder eingetragenem Sitz im EU-Zollgebiet erteilt werden. Ausnahmen sind im Rahmen der Delegierten Verordnung 2015\/2446,&nbsp;<a href=\"https:\/\/freirecht.de\/g\/EU2013VO952:161\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel 161 UZK<\/a>&nbsp;m&ouml;glich.<\/p>\n<p>Der Antragsteller muss weiterhin die f&uuml;r die ordnungsgem&auml;&szlig;e Abwicklung des Vorgangs notwendige Gew&auml;hr bieten k&ouml;nnen. F&uuml;r die Beurteilung der Gew&auml;hr werden die Einhaltung der Vorschriften, ordnungsgem&auml;&szlig; gef&uuml;hrte Gesch&auml;ftsunterlagen, die berufliche wie praktische Bef&auml;higung sowie die Zahlungsf&auml;higkeit zugrunde gelegt.<\/p>\n<p>Weiterhin ist f&uuml;r m&ouml;gliche Einfuhrabgaben eine Sicherheit zu leisten. Der Verwaltungsaufwand f&uuml;r die &Uuml;berwachung durch das Zollamt muss sich in angemessener Relation zum wirtschaftlichen Bed&uuml;rfnis des Beteiligten bewegen.<\/p>\n<h5>Zolllagerverfahren<\/h5>\n<p>Dieses Verfahren betrifft die Lagerung von Waren in einem zeitlich unbegrenzten Rahmen. Die R&auml;umlichkeiten f&uuml;r die Aufbewahrung werden als Zolllager bezeichnet. Die Lagerung hat unter zollamtlicher &Uuml;berwachung zu erfolgen. Der Zweck der Einlagerung liegt prim&auml;r in der Freihaltung der Nicht-Unionswaren von Einfuhrabgaben und dem Gebrauch handelspolitischer Ma&szlig;nahmen.<\/p>\n<h5>Ausfuhrverfahren<\/h5>\n<p>Ausfuhrverfahren kommen f&uuml;r Waren in Betracht, die das EU-Zollgebiet verlassen. Damit das Verfahren er&ouml;ffnet werden kann, sind die Waren beim Zoll zu stellen und anzumelden. Die Gestellung verlangt die Anzeige, dass sich die Ware an einem vom Zoll zugelassenen Ort befindet und dort vom Zoll kontrolliert werden kann.<\/p>\n<p>In Deutschland ist die elektronische Anmeldung mittels&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.zoll.de\/DE\/Fachthemen\/Zoelle\/ATLAS\/atlas_node.html\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">ATLAS-IT-Verfahren<\/a>&nbsp;zu nutzen. Ausfuhranmeldungen sind f&uuml;r alle Bef&ouml;rderungswege abzugeben.<\/p>\n<h5>Aktive Veredlung<\/h5>\n<p>Bei einer aktiven Veredlung k&ouml;nnen Waren aus Nicht-EU-L&auml;ndern in das EU-Zollgebiet eingef&uuml;hrt werden, um dort Veredlungsarbeiten durchzuf&uuml;hren, laut&nbsp;<a href=\"https:\/\/freirecht.de\/g\/EU2013VO952:256\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel 256 UZK<\/a>&nbsp;fallen dabei keine Abgaben an. Ebenso greifen keine handelspolitischen Ma&szlig;nahmen. Die aktive Veredlung gilt als vollzogen, wenn die Waren nach der Veredlung in ein Zollverfahren &uuml;berf&uuml;hrt werden, wieder aus dem EU-Zollgebiet ausgef&uuml;hrt oder zerst&ouml;rt werden.<\/p>\n<h5>Passive Veredlung<\/h5>\n<p>Die passive Veredlung greift, wenn EU-Waren vor&uuml;bergehend ausgef&uuml;hrt werden, um in einem Nicht-EU-Land Veredlungsvorg&auml;ngen unterzogen zu werden. Die aus diesem Prozess entstandenen G&uuml;ter k&ouml;nnen unter kompletter oder anteiliger Befreiung von Einfuhrabgaben in den freien Verkehr &uuml;berstellt werden. Die rechtliche Grundlage dieses speziellen Verfahrens bildet&nbsp;<a href=\"https:\/\/freirecht.de\/g\/EU2013VO952:210\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Artikel 210 d des Unionszollkodex<\/a>.<\/p>\n<h5>Truppenverwendung<\/h5>\n<p>F&uuml;r die Truppenverwendung gelten die Regelungen und Verordnungen des&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/trzollg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">nationalen Truppenzollgesetzes<\/a>&nbsp;und des&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/natotrstatvtrg\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">Truppenstatus der NATO<\/a>.<\/p>\n<h2 id=\"notwendige-unterlagen\">Notwendige Unterlagen<\/h2>\n<p>Welche Unterlagen f&uuml;r die Zollabwicklung gebraucht werden, ist vom Ursprungs- wie Bestimmungsland sowie von der Art des Transports abh&auml;ngig.<\/p>\n<p>Folgende Dokumente sind in der Regel bei allen Verfahren notwendig:<\/p>\n<ul>\n<li>Packliste bzw. Lieferschein<\/li>\n<li>Handelsrechnung<\/li>\n<li>EORI-Nummer<\/li>\n<li>Zolltarifnummern<\/li>\n<li>Warenbeschreibung in deutscher Sprache<\/li>\n<\/ul>\n<h2 id=\"wann-ist-zoll-zu-entrichten\">Wann ist Zoll zu entrichten?<\/h2>\n<p>Zoll wird f&auml;llig, wenn G&uuml;ter im Rahmen von Importen oder Exporten &uuml;ber die Au&szlig;engrenzen des EU-Zollgebietes verbracht werden.<\/p>\n<p><strong>Wichtig:<\/strong>&nbsp;In Deutschland sind die Enklave B&uuml;singen und die Insel Helgoland nicht Teil des EU-Zollgebietes. F&uuml;r diese Gebiete existieren gesonderte Zollbestimmungen.<\/p>\n<p>Unter den Mitgliedsstaaten der EU herrscht Zollfreiheit. Wurde ein Freihandelsabkommen geschlossen, kann auch f&uuml;r Nicht-EU-L&auml;nder Zollfreiheit gelten. Das <a href=\"https:\/\/www.cbp.gov\/trade\/priority-issues\/trade-agreements\/free-trade-agreements\/USMCA\">United States-Mexico-Canada-Agreement (USMCA)<\/a> z&auml;hlt zu den bekanntesten Abkommen. Wenn Waren aus L&auml;ndern, mit denen kein Freihandelsabkommen besteht, eingef&uuml;hrt werden, ist Zoll zu zahlen. Privatsendungen sind bis zu einer H&ouml;he von 45 Euro vom Zoll befreit. Es f&auml;llt auch keine Einfuhrumsatzsteuer an.<\/p>\n<h2 id=\"einfuhrzoll-und-einfuhrumsatzsteuer-bei-importen\">Einfuhrzoll und Einfuhrumsatzsteuer bei Importen<\/h2>\n<p>Der Einfuhrzoll wird in der&nbsp;<a href=\"https:\/\/www.gesetze-im-internet.de\/ao_1977\/\" target=\"_blank\" rel=\"noopener\">deutschen Abgabeverordnung&nbsp;<\/a>&nbsp;als Steuer definiert. Beim Im- und Export von Waren und Dienstleistungen k&ouml;nnen weitere Abgaben anfallen. So ist der Einfuhrzoll von der Einfuhrumsatzsteuer abzugrenzen.<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Einfuhrzoll:<\/strong>&nbsp;Der Importzoll wird f&uuml;r Waren, Dienstleistungen und Kapital verh&auml;ngt, welche aus dem EU-Ausland eingef&uuml;hrt werden.<\/li>\n<li><strong>Einfuhrumsatzsteuer:<\/strong> Die Einfuhrumsatzsteuer wird f&auml;llig, wenn Waren aus Drittl&auml;ndern eingef&uuml;hrt werden. Der Steuersatz weicht dabei nicht von der im Inland &uuml;blichen Umsatzsteuer ab. In Deutschland entspricht dies meist 19%. F&uuml;r bestimmte Waren werden lediglich sieben Prozent aufgeschlagen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p>Zwischen beiden Abgaben besteht ein wesentlicher Unterschied: W&auml;hrend die Einfuhrumsatzsteuer von der Art der Importe unabh&auml;ngig bleibt, ist der Einfuhrzoll auf die eingef&uuml;hrten Waren ausgerichtet und damit individuell unterschiedlich.<\/p>\n<h2 id=\"exporte-wer-muss-zoll-zahlen\">Exporte: wer muss Zoll zahlen?<\/h2>\n<p>Bei Warenexporten aus dem Zollgebiet der EU kommt es eher selten zu Zollabgaben. Der Grund daf&uuml;r liegt in einem generellen Interesse der EU an einer m&ouml;glichst hohen Warenausfuhr. Exportz&ouml;lle sind aber grunds&auml;tzlich m&ouml;glich. Es kann beispielsweise dazu kommen, wenn der Weltmarkt eine entsprechende Entwicklung nimmt.<\/p>\n<\/body><\/html>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Definition Der Begriff &bdquo;Zoll&ldquo; ist in Deutschland quasi zweigeteilt. 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