Im Zollrecht gibt es immer wieder Änderungen – ob im Zolltarif, im Präferenzrecht oder bei der Exportkontrolle. Viele Unternehmen achten nicht darauf und so enthalten beispielsweise ihre Datensätze reihenweise ungültige Zolltarifnummern. Und nicht nur hier klemmt es. Wir bemerken darüber hinaus häufig, dass sich viele der jährlich anfallenden Änderungen im Allgemeinen gar nicht bewusst sind.  Das liegt zum einen an der Vielzahl der Änderungen. Weiterhin finden sich die ganzen Informationen in unterschiedlichen Quellen wieder. Doch gerade im Zoll ist es wichtig sich immer wieder fortzubilden, auch aber nicht nur über die aktuellen Veränderungen! Warum?

Lass uns das aus zwei Perspektiven betrachten.

1. Zollprozesse sollen ohne Hindernisse laufen

Der erste Grund ist recht offensichtlich. Jeder sollte in seinem Beruf, seiner Branche auf dem neuesten Stand und über aktuelle Vorgaben informiert sein. Das gilt besonders, wenn es sich dabei um einen so schnelllebigen Fachbereich wie das Zoll- und Außenwirtschaftsrecht handelt. Jeder, der im Unternehmen an Zollprozessen beteiligt ist, muss sich bestens auskennen. Denn wenn es hier zu Unstimmigkeiten kommt, hat das Folgen:

Verzögerungen in der Abwicklung, Bußgelder, oder – im schlimmsten Fall – strafrechtliche Konsequenzen. Um das zu vermeiden, sind regelmäßige Zollseminare für das gesamte Team unumgänglich!

2. Bewilligungen erhalten

Das gilt besonders, wenn das Unternehmen diverse Bewilligungen besitzt oder anstrebt. Sehen wir uns das einmal näher am Beispiel des AEO-Status an.

Einen AEO-Status (Zugelassener Wirtschaftsbeteiligter) bekommen nur Unternehmen, die sich dem Zoll gegenüber als besonders zuverlässig herausgestellt haben und dadurch Internationale Supply Chains absichern sollen. Als Voraussetzungen für eine Bewilligung zum Zugelassenen Wirtschaftsbeteiligten gelten:

Zollseminare helfen also wichtige Voraussetzungen einzuhalten

Und hier schließt sich der Kreis zum Zollseminar. Nur wer immer auf dem aktuellen Stand ist, kann den Großteil dieser Voraussetzungen auch wirklich einhalten.  Und auf welche Weise verwaltest du deine Geschäfts- und Beförderungsunterlagen, um den erwähnten „geeigneten Zollkontrollen“ gerecht zu werden?

Die Zollverwaltung fordert im Fragebogen zum AEO-Antrag sogar an einigen Stellen explizit Nachweise von Schulungen ein – es ist damit recht eindeutig, wie wichtig Zollseminare gerade in diesem Bereich sind. Darüber hinaus kannst du mit dem richtigen Know-how deine Prozesse nicht nur compliant, sondern effizienter gestalten. Besonders mit Blick auf die Kosten.

Übrigens: Wenn du beim AEO-Antrag Hilfe benötigst, melde dich gerne bei uns! Wir kennen die Fallstricke, wissen, was du wie beantworten musst und stellen sicher, dass keine Verzögerungen aufkommen. Kontaktiere uns einfach!

Konsequenzen fehlender Schulungsnachweise

Die Folgen, die Wissenslücken beim Thema Zollrecht mit sich bringen, hängen ganz von deinem Unternehmen dessen Tätigkeiten und dem Umfang der Bewilligungen ab.

Vielleicht übersiehst du, ohne es zu bemerken, Einsparpotenziale. Oder deine Waren hängen im Zoll fest, worüber sich deine Kunden ärgern. Wird die Zollverwaltung auf Unstimmigkeiten dieser Art aufmerksam gemacht, drohen dir möglicherweise Bußgelder

Doch begehst du wiederholt und systematisch Fehler und verstößt du (als Inhaber des AEO-Status oder anderer Bewilligungen) wiederholt gegen Auflagen, kann dir die Zollverwaltung im äußersten Fall deine Bewilligung bzw. deinen Status entziehen. Und das muss nicht sein. Besuche regelmäßig Seminare und setze die darin gewonnenen Erkenntnisse auch um! Die Betonung liegt hier auf „umsetzen“ – denn es ist ebenso wenig sinnvoll, Seminarbescheinigungen zu sammeln, ohne daraus Wissen mitzunehmen.

Grenzlotsen schafft Erlebnis mit Ergebnis

Damit ist jedoch noch nicht unser eingangs erwähntes Problem gelöst: Viele Zollthemen lassen sich einfach schwierig vermitteln.Die Dosis von zu viel oder zu wenig Information ist eben immer abhängig von der Zielgruppe.

Wir machen es anders. Unsere Zollseminare bringen dich wirklich weiter. Unser Anspruch ist es das „trockene“ Thema in der richtigen Dosis praxisorientiert zu vermitteln und Lust auf mehr zu machen. Wir legen gleichermaßen Wert auf fachliche und didaktische Qualität. Unser Methodenkatalog reicht von Flip Chart, Power Point und praktischen Übungen in Gruppenarbeiten. Online wollen wir nicht nur „erzählen“ sondern arbeiten mit interaktiven Tools.

Wir decken mit unseren Seminaren neben Klassikern wie Import-und Exportabwicklung, Zolltarif oder auch Spezialthemen wie die Abwicklung von Sonderfällen ab. Du willst erfahren, wie man mit dem EZT-Online arbeitet? Oder interessieren dich die Herausforderungen bei der Einreihung von Textilien in den Zolltarif? Bei uns findest du sämtliche relevante Aspekte wie Zolltarif, WuP, Exportkontrolle oder eben die bereits erwähnten Spezialthemen. Dank viel Beratungserfahrung und individueller Visualisierung schaffen wir dir neben einem echten Mehrwert auch eine ganz persönliche Veranstaltung.

Und da alternative Schulungsformate immer wichtiger werden, bieten wir unsere Zollseminare auch über unsere eigene Schulungsplattform an.

Grenzlotsen Zollseminare

Bisher bedeutet der Brexit vor allem eins: eine ganze Menge Chaos! Ob Deal oder harter Austritt: In diesem Beitrag erfährst du, was der Brexit für deine Zollverfahren bedeutet!

Beide Brexit-Ergebnisse haben unterschiedliche Folgen für den Zoll

Das Jahr 2020 neigt sich dem Ende zu – und damit auch die Übergangsphase, die mit der Austrittserklärung des Vereinigten Königreichs aus der EU begann. Dann wird UK aus Zollsicht zum Drittland, und das bedeutet einige Neuregelungen für Import und Export – zum Beispiel fällt dann für Großbritannien der Präferenzursprung weg! Die größte Frage momentan lautet aber: Deal or No Deal? Für den Zoll haben beide Brexit-Ergebnisse unterschiedliche Folgen:

Zumindest im Hinblick auf den Import ins Vereinigte Königreich will die Regierung jedoch mit vereinfachten Zollbestimmungen nachhelfen.

Update Dezember 2020: In beinahe letzter Sekunde hat das britische Parlament nun doch einen provisorischen Deal verabschiedet. Großbritannien kann unabhängig von EU-Zolltarifen neue Verträge mit Drittländern schließen. Darüber hinaus soll der Warenverkehr zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich zwar zollfrei bleiben – doch um britische Produkte aufs Festland zu liefern, werden eine Menge Papiere benötigt. Ob der neue Pakt in dieser Form bestehen bleibt, ist immer noch nicht gewiss.

Das dreistufige Core Model erleichtert zumindest den Import

Mit einem Drei-Stufen-Plan, dem sogenannten Core Model, will die britische Regierung am 01.01.2021, 01.04.2021 und 01.07.2021 nach dem Brexit schrittweise neue Zollbestimmungen für den Import im VK einführen.

Der Plan gilt jedoch nicht grundsätzlich für alle Waren. Für den Import bestimmter, mit Risiken verbundener Güter musst du schon ab Januar Vorabanmeldungen bzw. Gesundheitszeugnisse vorlegen. Dennoch kannst du dir jetzt schon entsprechende Bewilligungen für die vereinfachte Anmeldung ausstellen lassen. Näheres dazu erfährst du in unserem Brexit-Leitfaden, den du dir direkt unter diesem Beitrag herunterladen kannst.

Streitpunkt Nordirland: Der Brexit bedeutet nicht nur für den Zoll Schwierigkeiten

Tritt das Vereinigte Königreich aus der EU aus, vertieft das die Spannungen zwischen Nordirland und der Republik Irland wieder. Denn da auch Nordirland dem Brexit folgen würde, würde das zu einer EU-Außengrenze mitten durch Irland führen – mit zollrechtlichen Konsequenzen für alle Unternehmen, die bisher auf beiden Seiten der Grenze produzierten. Um das zu vermeiden, die Wirtschaft zu schützen und auch das Karfreitagsabkommen nicht anzukratzen, wurde ein Protokoll zu Nordirland und der Republik Irland vorgelegt. Für alle Waren, die du nach oder aus Nordirland liefern möchtest, gilt damit auch nach dem Brexit der Zollkodex der Union – mitsamt aller gewohnten Mehrwertsteuer- und Verbrauchersteuervorschriften.

Das umstrittene Binnenmarktgesetz des britischen Premierministers Boris Johnson könnte dieses Abkommen und die einhergehenden Sonderregeln aber wieder aushebeln. Vor kurzem hatte das House of Lords zwar noch gegen das Binnenmarktgesetz gestimmt, doch das Tauziehen geht weiter. Hier gilt also auch wie bei allen Fragen bezüglich Brexit und Zoll: Augen offen halten und regelmäßig informieren!

Wie du dich auf die neuen Zollregelungen nach dem Brexit vorbereiten kannst

Nach Ablauf des Übergangszeitraums (31.12.2020) gelten die EU-Vorschriften im Bereich Verbote und Beschränkungen je nach Verhandlungsergebnis nicht mehr für das Vereinigte Königreich. Das bedeutet: Es könnten neue, anders gestaltete Verbote und Beschränkungen in Kraft treten, die du im Blick behalten solltest.

Allgemein empfiehlt die britische Regierung für einen leichteren Start:

Auf der Webseite der britischen Regierung findest du außerdem einen Fragebogen, der dir aufzeigt, welche Schritte du jetzt konkret einleiten solltest. Und wenn du es ganz kompakt haben willst: In diesem Beitrag findest du eine Übersicht mit den wichtigsten Tipps und Links zum Brexit. Einfach herunterladen!

Was sich 2021 sonst noch ändert

Neben dem Brexit kommen 2021 noch einige weitere Änderungen im Zoll auf dich zu:

Fazit: Bereite dich gut auf den Brexit und dessen Folgen für den Zoll vor!

Wir sind uns sicher einig, dass das ganze Thema Brexit recht kompliziert ist. Es bleibt jedoch nur eines übrig: Schau immer mal wieder nach, was sich Neues ergeben hat, prüfe deine Handelsbeziehungen und Lieferketten in Großbritannien und befolge die oben erwähnten Ratschläge und Leitfäden der britischen Regierung, um dich optimal vorzubereiten. Falls du noch Fragen zum Brexit oder zu allgemeinen Zollthemen hast, kannst du dich gerne bei uns melden!

Ein Schlafanzug ist nicht automatisch ein Schlafanzug und zum Abwiegen von Bananen brauchst du besondere Qualifikationen. Das haben wir in den vergangenen Jahren gelernt.

Wenn man sich Tag für Tag mit Import und Export beschäftigt, gewöhnt man sich schon fast an solche Kuriositäten.

Bisher haben wir darüber immer nur den Kopf geschüttelt und gelacht. Aber dann dachten wir: Warum sollten wir diese Stories nicht mit euch teilen? Also haben wir gesammelt, Texte geschrieben und Illustrationen anfertigen lassen – und präsentieren dir nun einen Kalender mit zwölf Illustrationen zu wirklich kuriosen Fällen aus dem Bereich Zoll und Steuern… und auch ein dubioser Schmugglerfall hat es in den Kalender geschafft! Auf der Rückseite gibt’s dann jeweils die fachlichen Hintergründe zu den Fällen.

Als kleines Beispiel hier mal die Frage, ab wann ein Engel eigentlich als Weihnachtsdeko gilt:

Um ein Weihnachtsengel zu sein und als Weihnachtsartikel eingereiht zu werden, muss der Engel ersichtlich einen Bezug zur Geburt Jesu und der Verkündigung der frohen Botschaft vorweisen. Das ist der Fall, wenn der Engel betet, die Bibel liest oder Posaune spielt (= ordentliche Weihnachtsartikel). Falls der Engel nur irgendwie, unbestimmt und unmotiviert daher kommt oder nicht ausreichend zielführend einen Stern oder ähnliches hält, handelt es sich demzufolge nicht um einen weihnachtlichen Funktionsträger. In diesem Fall darf lediglich schlicht von Dekoengel gesprochen werden (Quelle: vgl. VZTA DE14218/15-1).

Jetzt weißt du also Bescheid, wenn du nächstes Mal beim Weihnachts-Shopping einem vermeintlichen Weihnachtsengel begegnest: Der Schein trügt…

Den kompletten Kalender findest du in unserem Shop. Ein perfektes Weihnachtsgeschenk für Tage, an denen du dich selbst mal wieder mit dem Zoll herumschlägst!

Du hast selbst einige Fälle erlebt, bei denen du nur mit dem Kopf schütteln konntest? Schick sie uns gerne zu – wir suchen schon nach Stories für den nächsten Kalender!

Die Zollbestimmungen aus Deutschland bzw. der EU zu kennen und korrekt anzuwenden, ist im internationalen Handel nur die eine Seite der Medaille. Die Ware, die ihr gerade mühevoll mit korrekter Zolltarifnummer, Gewicht und allen relevanten Stammdaten angemeldet habt, muss nicht nur „raus“, sondern auch problemlos in das gewünschte Zielland importiert werden. Immer wieder kommt es hier zu Verzögerungen und ärgerlichen Kosten wie Zusatzzöllen und Lagergebühren, weil Dokumente fehlen.

Je nach Zielland gelten andere Voraussetzungen, die für ein flüssiges Zollverfahren erfüllt sein müssen.

Schau dir im Vorfeld an, welche Zollbestimmungen in deinem Zielland gelten! Die erste Regel: Für EU-Länder gelten andere Bestimmungen als für Nicht-EU-Länder. Neben den später erwähnten Zollbestimmungen gilt es außerdem, ein paar Pfeiler der Exportkontrolle zu beachten.

Ist dein Zielland von Embargos betroffen? Dies kannst du zum Beispiel auf der Seite des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle einsehen. Weiterhin ist zu prüfen, ob dein Empfänger im Zielland mit Sanktionen belegt wurde. Hier kann der Link zur Finanzsanktionsliste eine erste Hilfestellung sein. Und wenn dein Produkt auch keiner Dual Use-Verordnung oder Ausfuhrliste unterliegt, dann bist du schon einen guten Schritt weiter.

Dann kann’s jetzt mit dem eigentlichen Thema losgehen: Den Zollbestimmungen deines Ziellands.

Das Ursprungszeugnis (Certificate of Origin): Woher kommen deine Waren eigentlich?

Es gibt wohl in jedem Land irgendeine Art von Regelung, die für Importwaren gilt, sei es eine Importbeschränkung, bestimmte Warenkontingente oder die Kontrolle von Warenströmen.
Das Ursprungszeugnis bescheinigt dir also den Ursprung der Ware, wie der Name schon sagt. Es ist eine öffentliche Urkunde und in einigen Ländern obligatorisch. Informationen, für welche Länder ein Ursprungszeugnis erforderlich ist, findest du z.B. in den Konsulats- und Mustervorschriften. Die Konsulats- und Mustervorschriften (K und M) der Handelskammer Hamburg informieren über die Vorschriften, die beim Export in alle Länder der Welt zu beachten sind.

Die Ursprungszeugnisse für deinen Export stellen die zuständigen Industrie- und Handelskammern (IHKs) aus. Dort findest du in der Regel auch Ansprechpartner, die dich unterstützen und erklären, welche Nachweise du beim Antrag vorlegen musst.

Der hier sogenannte handelsrechtliche Ursprung einer Ware bezieht sich immer auf das Land/Gebiet, in dem die letzte wesentliche Be- und Verarbeitung stattgefunden hat. Im Zoll gibt es allerdings mehrere Ursprungsarten: dazu gleich mehr.

Informiere dich also, ob du ein Ursprungszeugnis benötigst und beantrage dies mit etwas zeitlichem Vorlauf bei deiner IHK. Ansonsten kann es zu ärgerlichen Verzögerungen oder zusätzlichen Kosten beim Import im Zielland kommen, und das wollen wir ja vermeiden.

Die Präferenzabkommen: Spar dir Zollgebühren mit dem präferenziellen Ursprung

Mit einigen Ländern hat die Europäische Union sogenannte Präferenzabkommen (z.T. für bestimmte Waren) geschlossen. Die ersparen dir beim Import Zölle und verschaffen dir beim Export einen Wettbewerbsvorteil, weil dein Kunde weniger Zölle bezahlt. Es wird unterschieden zwischen:
• Einseitigem Präferenzabkommen: Hier profitiert nur das Land der Europäischen Gemeinschaft, welches die Waren aus einem anderen Land importiert. Bei den Partnerländern handelt es sich in der Regel um Entwicklungsländer.
• Zweiseitiges Präferenzabkommen: Bei dieser Form des Abkommens profitieren beide beteiligte Länder vom Zollvorteil.

Um nachzuweisen, dass deine Ware tatsächlich aus einem der Präferenzländer stammt und vom bevorzugten Verfahren profitieren kann, benötigst du einen Präferenznachweis, z.B. eine EUR1. Diesen musst du ausfüllen und beim Zoll mit den entsprechenden Nachweisen abstempeln lassen. Damit du deinen Nachweis erhältst, muss du bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Eine Liste sämtlicher Länder mit Präferenzabkommen und Präferenzregeln für die unterschiedlichen Waren findest du in der Auskunftsdatenbank „WuP online“.

Mit unserem Poster kannst du auch einfach den Überblick über die geltenden Präferenzabkommen behalten und anhand des Prüfschemas selbst feststellen, ob du im Rahmen der Zollbestimmungen einen Präferenznachweis ausstellen kannst. Eine wichtige Voraussetzung für die korrekte Präferenzkalkulation ist auch die richtige Zolltarifnummer, anhand der sich die Regeln bemessen.

Einfuhrgebühren: Welche Zölle werden laut Zollbestimmungen im Zielland erhoben?

Hast du im Blick, welche Zölle in deinem Zielland anfallen könnten?
In der Market Access Database (MADB) gibst du die ersten sechs Stellen der Zolltarifnummer ein und wählst das Land aus, in das du exportieren möchtest. Du erhältst eine Einschätzung, wie hoch die Abgaben in dem jeweiligen Land sind. Wichtig: Es können nur maximal die ersten sechs Stellen der Zolltarifnummer übereinstimmen. Hintergrund ist das Harmonisierte System (HS), danach wird es länderspezifisch.

In der Praxis kann es aber auch sein, dass der Importeur im Zielland eine ganz andere Zolltarifnummer beim Import anmeldet. Im Zweifel setzt du dich am besten direkt mit dem Kunden oder Importeur in Verbindung, wenn du dir hinsichtlich der Zollbestimmungen unsicher bist.

Weitere Zollbestimmungen, damit es nicht zu einfach ist 😊

In bestimmten Ländern sind bei einigen Produkten, z.B. Kosmetika, Lebensmitteln, aber auch im Maschinenbau, noch spezielle Zertifikate und Genehmigungen im Vorfeld einzuholen.
Je nach Zielland musst du dann noch prüfen, ob deine Rechnung im Rahmen der Zollbestimmungen bestimmte Angaben enthalten muss. Auch diese Informationen kannst du in den oben erwähnten K&M oder über die Market Access Database recherchieren.

Die neue Plattform der EU, Access2Markets, ist übrigens auch bereits am Start.

Alle Zollbestimmungen gründlich recherchiert und alle Voraussetzungen erfüllt? Wenn du jetzt noch die landestypischen Unterschiede bei der Adressierung im Blick behältst, steht deinem ersten erfolgreichen Export nichts mehr im Weg. Du hast noch Fragen oder brauchst Unterstützung beim ersten Anlauf? Melde dich bei uns!